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Steuerfreie Veräußerung des häuslichen Arbeitszimmers

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Arbeitszimmer in der Privatwohnung

Die Veräußerung einer selbst genutzten Immobilie löst kein steuerpflichtiges privates Veräußerungsgeschäft aus, wenn die Immobilie entweder ausschließlich selbst genutzt oder bei Vermietung vor der Eigennutzung zumindest im Jahr der Veräußerung und in den beiden vorangegangenen Jahren selbst genutzt worden ist (§ 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Satz 3 Einkommensteuergesetz – EStG). Befand sich in der Privatwohnung ein Arbeitszimmer, für das Werbungskosten geltend gemacht wurden, hat die Finanzverwaltung bei der Veräußerung bislang den auf das Arbeitszimmer entfallenden Anteil des Veräußerungsgewinns als privates Veräußerungsgeschäft der Einkommensteuer unterworfen.

Keine Besteuerung des Veräußerungsgewinns

In der Entscheidung vom 1.3.2021 (IX R 27/19, veröffentlicht am 22.7.2021) spricht sich der Bundesfinanzhof (BFH) nun gegen die Auffassung der Finanzverwaltung aus (BMF-Schreiben v. 5.10.2000 - IV C 3 –S 2256 - 263/00, Rz. 21). Der BFH folgte der Auffassung der Vorinstanz (Finanzgericht Baden-Württemberg, Urt. v. 23.7.2019 5 K 338/19) und sieht in der Veräußerung einer zu eigenen Wohnzwecken genutzten Immobilie innerhalb der zehnjährigen Haltefrist ebenfalls kein steuerpflichtiges privates Veräußerungsgeschäft hinsichtlich des auf ein häusliches Arbeitszimmer entfallenden Anteils. Der BFH begründet seine Entscheidung unter anderem damit, dass eine „Nutzung zu eigenen Wohnzwecken“ auch hinsichtlich eines in der ansonsten selbst bewohnten Eigentumswohnung befindlichen häuslichen Arbeitszimmers vorliegt. Weder der Gesetzeswortlaut oder der Gesetzeszweck, noch die Gesetzesbegründung würden laut dem BFH einen Anhaltspunkt dafür bieten, dass der Gesetzgeber ein häusliches Arbeitszimmer von der Begünstigung ausnehmen könnte.

Nur Überschusseinkünfte begünstigt

Das Urteil ist nicht auf Steuersachverhalte mit für betriebliche Zwecke (Gewerbebetrieb, selbstständige Arbeit, Land- und Forstwirtschaft) genutzte Arbeitszimmer übertragbar. Hier gilt unverändert, dass ein Entnahme- bzw. Veräußerungsgewinn zu versteuern ist (vgl. auch BFH v. 23.9.2009 IV R 21/08).

Stand: 30. August 2021

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Cyberangriff auf unsere Kanzlei

Am Ostermontag, den 18.04.2022 kam es in den Morgenstunden zu einem gezielten und anscheinend gut vorbereiteten Hackerangriff auf unseren IT-Dienstleister . Davon waren auch unsere Systeme betroffen. Unser IT_Systemhaus hat umgehend Gegenmaßnahmen eingeleitet, sowie die Aufsichtsbehörde informiert und das Landeskriminalamt und weitere Spezialisten hinzugezogen. Auch wir haben entsprechende Meldungen bereits abgegeben.
Die Situation wird derzeit noch analysiert, sodass wir noch nicht genau wissen, wie viele und welche Daten kompromittiert wurden und ob eine Wiederherstellung dieser Daten möglich ist.
Leider ist davon auszugehen, dass bei dem Hackerangriff nicht nur Daten verschlüsselt wurden um Lösegeld zu erpressen, sondern auch Accountinformationen, Kontoanmeldungen mit Passwort, abgegriffen wurden. Daher wurden unverzüglich für jegliche Anmelde- und Authentifizierungsschritte die Zugangsdaten geändert. Wir gehen momentan davon aus, das keine persönlichen Mandantendaten abgeflossen sind. Jedoch können Informationen aus dem Email Verkehr betroffen sein.

Bitte seien Sie in Zukunft vorsichtig, was den Mailverkehr betrifft, und kontrollieren Sie noch mehr als bisher Absender, Adressat und Inhalt auf Glaubwürdigkeit. Bitte folgen Sie keinem vorgeschlagenen Link unkontrolliert.

Unser Email System war vom 18.4.2022 bis 20.4.2022 nicht erreichbar. Wenn Sie uns wichtige Unterlagen gesendet haben, fragen Sie bitte nach, ob uns dieses erreicht haben.

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